KONF.6.6.1 — Mandantenfähigkeit

SOLLTE Security level: normal-SdT Effort 4 BSI-Stand-der-Technik-Kernel

Sub-control of KONF.6.6

Statement (Anforderung)

Konfiguration für Anwendungen SOLLTE wenn die Anwendung mehrere Mandaten bedient, für jeden Mandanten eine eigene Berechtigungskonfiguration aktivieren.

Guidance (Erläuterung)

Der Ausdruck "mehrere Mandanten" (im Englischen auch multi-tenancy genannt) bezieht sich auf eine Softwarearchitektur, bei der eine einzige Instanz einer Anwendung gleichzeitig die Bedürfnisse mehrerer, voneinander unabhängiger Kundengruppen (Mandanten) bedient. Eine eigene Berechtigungskonfiguration bedeutet, dass jeder Mandant eine separate, von den anderen getrennte Sammlung von Zugriffsregeln und -rechten erhält. Dies dient dem Schutz vor Datenlecks, da ein Angreifer, der sich unrechtmäßig Zugang zu einem Mandanten verschafft, dadurch nicht automatisch die Berechtigungen für andere Mandanten übernimmt. Eine separate Konfiguration kann verhindern, dass ein Fehlverhalten oder eine Fehlkonfiguration bei einem Mandanten die Sicherheit aller anderen beeinträchtigt. Technische Möglichkeiten hierfür sind die Verwendung von mandantenspezifischen Datenbank-Schemata oder die logische Trennung von Daten innerhalb einer gemeinsamen Datenbank durch Mandanten-IDs. Darüber hinaus kann die Institution sicherstellen, dass die Authentifizierung und Autorisierung für jeden Mandanten streng getrennt sind, zum Beispiel durch die Nutzung unterschiedlicher API-Schlüssel oder Single-Sign-On-Konfigurationen pro Mandant.

Tags: Produktbeschreibung
Statement properties
NameValue
target_object_categories Anwendungen
documentation Konfigurationshistorie
result wenn die Anwendung mehrere Mandaten bedient, für jeden Mandanten eine eigene Berechtigungskonfiguration
action_word aktivieren
modal_verb SOLLTE
Control properties
NameValue
alt-identifier 2f0d27ba-6f8f-4f1e-9f5b-29cd79d7b08d
sec_level normal-SdT
effort_level 4
tags Produktbeschreibung
Raw OSCAL JSON (complete control)
{
  "class": "BSI-Stand-der-Technik-Kernel",
  "id": "KONF.6.6.1",
  "parts": [
    {
      "id": "KONF.6.6.1_stm",
      "name": "statement",
      "props": [
        {
          "name": "target_object_categories",
          "ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/target_object_categories.csv",
          "value": "Anwendungen"
        },
        {
          "name": "documentation",
          "ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/documentation_guidelines.csv",
          "value": "Konfigurationshistorie"
        },
        {
          "name": "result",
          "ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/result.csv",
          "value": "wenn die Anwendung mehrere Mandaten bedient, für jeden Mandanten eine eigene Berechtigungskonfiguration"
        },
        {
          "name": "action_word",
          "ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/action_words.csv",
          "value": "aktivieren"
        },
        {
          "name": "modal_verb",
          "ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/modal_verbs.csv",
          "value": "SOLLTE"
        }
      ],
      "prose": "Konfiguration für Anwendungen SOLLTE wenn die Anwendung mehrere Mandaten bedient, für jeden Mandanten eine eigene Berechtigungskonfiguration aktivieren."
    },
    {
      "id": "KONF.6.6.1_gdn",
      "name": "guidance",
      "prose": "Der Ausdruck \"mehrere Mandanten\" (im Englischen auch multi-tenancy genannt) bezieht sich auf eine Softwarearchitektur, bei der eine einzige Instanz einer Anwendung gleichzeitig die Bedürfnisse mehrerer, voneinander unabhängiger Kundengruppen (Mandanten) bedient. Eine eigene Berechtigungskonfiguration bedeutet, dass jeder Mandant eine separate, von den anderen getrennte Sammlung von Zugriffsregeln und -rechten erhält. Dies dient dem Schutz vor Datenlecks, da ein Angreifer, der sich unrechtmäßig Zugang zu einem Mandanten verschafft, dadurch nicht automatisch die Berechtigungen für andere Mandanten übernimmt. Eine separate Konfiguration kann verhindern, dass ein Fehlverhalten oder eine Fehlkonfiguration bei einem Mandanten die Sicherheit aller anderen beeinträchtigt. Technische Möglichkeiten hierfür sind die Verwendung von mandantenspezifischen Datenbank-Schemata oder die logische Trennung von Daten innerhalb einer gemeinsamen Datenbank durch Mandanten-IDs. Darüber hinaus kann die Institution sicherstellen, dass die Authentifizierung und Autorisierung für jeden Mandanten streng getrennt sind, zum Beispiel durch die Nutzung unterschiedlicher API-Schlüssel oder Single-Sign-On-Konfigurationen pro Mandant."
    }
  ],
  "props": [
    {
      "name": "alt-identifier",
      "value": "2f0d27ba-6f8f-4f1e-9f5b-29cd79d7b08d"
    },
    {
      "name": "sec_level",
      "ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/security_level.csv",
      "value": "normal-SdT"
    },
    {
      "name": "effort_level",
      "ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/effort_level.csv",
      "value": "4"
    },
    {
      "name": "tags",
      "ns": "https://github.com/BSI-Bund/Stand-der-Technik-Bibliothek/tree/main/Dokumentation/namespaces/tags.csv",
      "value": "Produktbeschreibung"
    }
  ],
  "title": "Mandantenfähigkeit"
}
View JSON API Download JSON